Chevrolet Corvette C1 Cabriolet 2215

Chevrolet Corvette C1

Chevrolet Corvette

Chevrolet Corvette Fuel Injection

Chevrolet Camaro

Der Chevrolet Camaro prägte knapp vierzig Jahre lang die US-Automobilgeschichte, genauer: die der Pony Cars. Der „Kamerad“ bzw. „Freund“, so die Übersetzung des Namens, der sich vom französischen Wort camarade ableitet, stellte einen der ärgsten Konkurrenten des äußerst erfolgreichen Ford Mustang dar.

Er avancierte bereits kurz nach seiner Vorstellung im Jahr 1966 zu einem der beliebtesten Wagen in seiner Klasse. Und selbst, als die „goldene Zeit“ der Pony Cars nach den 1970er Jahren vorbei war schaffte es das Modell, erfolgreich weiterzubestehen.

Die Anfänge des Chevrolet Camaro

Die erste Generation des Camaro wurde von 1966 bis 1969 in Nordwood (Ohio) und Los Angeles (Kalifornien) gefertigt. Einige Modelle wurden darüber hinaus auf den Philippinen, in Belgien, der Schweiz, Peru sowie in Venezuela montiert. Die General-Motors-Tochter verkaufte innerhalb der ersten drei Produktionsjahre etwa 800.000 Exemplare.

Camaro I.

Der aller erste Camaro basierte auf der Chevrolet-Nova-Plattform aus dem Jahr 1966. Er war als Cabrio sowie als Coupé erhältlich und konnte durch eine umfassende Zubehörliste mit rund 80 Optionen, darunter verschiedene Motorisierungen, ergänzt werden. Dabei waren es vor allem die RS- und die SS-Variante, die auf große Beliebtheit bei Autoliebhabern stießen.

Dieser wurde allerdings nicht beworben, sodass das Paket mit speziellem 4,9-Liter-V8-Motor, Sportfederung, 4-Gang-Getriebe und Scheibenbremsen bis einschließlich 1967 gerade einmal etwas häufiger als 600-mal produziert wurde.

Und so kam es, dass der Chevrolet Camaro Z28 vor allem im Rennsport Bekanntheit erlangte.

Dank seiner Leistung von 290 PS (216 kW) und 7.500 Umdrehungen pro Minute fuhr der Bolide trotz seiner schwierigen Handhabung zahlreiche Rennsiege ein. Dabei war es vor allem der Einsatz als sogenanntes Pace Car beim berühmten Indianapolis-500, der den Bekanntheitsgrad des Wagens rapide ansteigen ließ.

Daneben fand der Motor des Z28 u.a. in der Formula A sowie in dessen transatlantischem Gegenstück, der Europäischen Formel-500-Meisterschaft, Verwendung.

Das Modelljahr 1968

Für dieses Modelljahr nahmen die Verantwortlichen nicht nur optische, sondern auch technische Änderungen an der Hinterachse sowie an der Federung vor. So verbaute man anstatt der einfachen eine mehrschichtige Blattfeder und die Stoßdämpfer wurden anders abgestuft.

Die optischen Anpassungen bezogen sich wiederum auf den Grill – dieser bekam eine wesentlich deutlichere V-Form – und die vordere Blink-Standleuchten-Kombination. Letztere war fortan nicht mehr rund, sondern rechteckig.

Und auch die Rückleuchten im Heck erhielten ein neues Design, indem sie zwischen den Kammern mit Chromtrennleisten ausgestattet und allgemein größer gestaltet wurden.

Darüber hinaus ersetzte man beim `68er Chevrolet Camaro das kleine Dreiecksfenster der Türen durch ein vollständig zu öffnendes Seitenfenster und er erhielt seitliche rote Positionslichter (hinten) als auch seitliche orange Positionslichter (vorne).

Breiter, flacher, länger - das Modelljahr 1969

Bei diesen Modellen legte Chevrolet großen Wert auf äußerliche Veränderungen. So wurde die flachere, breitere und längere Karosserie an den Kotflügeln mit stark ausgeprägten Kanten versehen und der Kühlergrill erhielt eine nach hinten fliehende V-Form.

Zudem traten die Scheinwerfer stark hervor und die Blink-Standleuchten-Kombination wurde in die Frontschürze verlegt. Ebenso wurden die Rücklichter und die Front des RS-Modells überarbeitet. Erstere waren fortan nicht länger mit zwei, sondern mit drei Kammern ausgestattet. Zudem befanden sich die Rückfahrscheinwerfer beim RS mittlerweile in der Heckschürze.

Die Camaros dieses Modelljahrs heben sich nicht zuletzt aufgrund der genannten Änderungen deutlich von den vorhergehenden Baujahren ab: Auch die Innenausstattung wurde überarbeitet und der Camaro erhielt ein anderes Armaturenbrett sowie komfortablere Sitze.

Des Weiteren tauschte man den 210 PS starken 5,4-Liter-Motor durch einen 5,0-Liter-Motor samt 200 PS Leistung aus.

Und dann waren da noch die beiden folgenden technischen Innovationen: eine Fußfeststellbremse, wie man sie noch heute bei Mercedes findet, und ein elektrischer Warnton, der Auskunft darüber gibt, dass der Zündschlüssel noch steckt, während die Tür geöffnet ist.

Der ZL1 mit ungezähmter Power

Die größte Neuerung beim `69er Camaro war die Option eines 7-Liter-V8-Motors samt einer Leistung von 425 PS bzw. 317 kW.

Diese modifizierte Version wurde nur vom Camaro ZL1 übertrumpft: Die Grundlage für den speziell für die Teilnahme an Drag Races entwickelten Boliden bildete ein Camaro SS samt 6,5-Liter-V8-Motor und einer Leistung von 375 PS (280 kW). Der ZL1 erhielt jedoch nicht den herkömmlichen Motor, sondern wurde mit einem Antrieb aus Aluminium ausgestattet.

Die Leistung des Flitzers wurde mit 430 PS (321 kW) angegeben. Außerdem gab es einige „Sondermodelle“, die sogar mit bis zu 580 PS (433 kW) daherkamen. Hierbei handelt es sich um den stärksten jemals vom Hersteller im Handel angebotenen Motor!

Ein goldener Sattel für das Pony

Die zweite Generation des Chevrolet Camaro (von 1970 bis 1981 als Coupé produziert) wies ein eleganteres Karosseriedesign auf als seine Vorgänger, war aber nach wie vor als typisches Pony Car identifizierbar.

Im Verlauf der Produktionszeit wurden insbesondere die Scheinwerfereinheiten und die Stoßstangen mehrfach überarbeitet. Und ab dem Jahr 1978 verpasste man dem beliebten Wagen einen Frontspoiler.

Das Einstiegsmodell der zweiten Generation verfügte über einen 4,1-Liter-Motor mit einer Leistung von 157 PS (114 kW). Demgegenüber wies die Spitzenversion ab 1973 einen Hubraum von 5,7 Liter sowie eine Power von 250 PS (184 kW) auf.

Fans bleiben dem Chevrolet Camaro treu

Die dritte Camaro-Generation wurde von 1982 bis 1993 gebaut. Neben der Coupé-Version war auch wieder eine offene Variante erhältlich. Außerdem musste Chevrolet die Motorenpalette nach unten hin anpassen, um den massiv gestiegenen Benzinpreisen gerecht zu werden.

Anders als viele andere Hersteller von Pony Cars konnte Chevrolet durch das Anbieten eines verbrauchsfreundlichen Motors mit 2,5 Liter Hubraum die Verkaufszahlen weitestgehend aufrechterhalten. Dazu, dass eingefleischte Fans dem Camaro treu blieben, trugen auch das Automatikgetriebe und die neue Fünfgang-Schaltung bei.

Vom Pferdchen zur Kutsche

Die vierte Generation war nicht länger ein typisches Pony Car, sondern ein elegantes Komfort-Coupé. Das Modell ist wesentlich rundlicher und keilförmiger als seine Vorgänger. Es weist eine Länge von 4,90 Meter auf und wurde von 1993 bis 2002 produziert. Zusätzlich zum Coupé bot man ab 1994 ein Cabriolet an.

Für maximale Sicherheit - die fünfte Generation

Nachdem die Produktion des Camaro im Jahr 2002 eingestellt wurde, ging 2009 eine Neuentwicklung in Serienproduktion. Das Design orientierte sich stark an den Modellen der Anfangszeit und nachdem man ihn zunächst als Coupé anbot, wurde der Camaro schon bald auch als Cabrio vorgestellt.

Die fünfte Generation (bis 2015 produziert) verfügt über ESP, eine Airbag-Komplettausstattung sowie eine serienmäßig verbaute Traktionskontrolle. Beim Motor hatte man die Wahl zwischen einem 3,5-Liter-V6-Motor samt 304 PS (224 kW) und einem 6,1-Liter-V8-Aggregat samt Zylinderabschaltung und bis zu 426 PS (313 kW) Leistung. Und beim Getriebe standen eine Sechsgang-Automatik und eine Sechsgang-Handschaltung zur Auswahl.

Technische Daten: Der Camaro SS (1. Generation) auf einen Blick

  • Fahrzeugklasse: Pony Car (Sportwagen)
  • Fahrzeugart: Coupé, Cabriolet
  • Motor: Ottomotoren
  • Hubraum: 3,8 Liter bis 6,5 Liter
  • Leistung: 104 – 280 kW
  • Leergewicht: 1.315 – 1.645 kg
  • Länge: 4.690 – 4.725 mm
  • Breite: 1.840 – 1.880 mm
  • Höhe: 1.300 mm

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