Oldtimer-Kauf: Worauf muss man achten?

Oldtimer-Kauf: Worauf muss man achten?

Oldtimer sind weit mehr als altes Blech: Klassische Automobile sind ein Lebensgefühl und pure Leidenschaft. Viele Menschen träumen davon, ein Stück Geschichte ihr Eigen zu nennen und sich an längst vergangene Zeiten erinnern zu können, wenn sie bei schönem Wetter den Wagen aus der Garage holen. Immer mehr Menschen erfüllen sich diesen Traum – die Oldtimer-Zulassungszahlen steigen seit Jahren. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim und vor dem Oldtimer-Kauf achten müssen, um keinen Fehlgriff zu tätigen.

 

 

Wieso Oldtimer kaufen?

 

Bevor Sie sich den Oldtimer-Markt genauer ansehen und sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wieso Sie sich überhaupt für einen Oldtimer interessieren. Möchten Sie einfach nur Steuern sparen, gelegentlich bei einer Oldtimer-Rallye teilnehmen oder den Oldtimer als Wertanlage kaufen; vielleicht suchen Sie aber auch ein Objekt zum Restaurieren? Je nachdem wie Ihre Antworten ausfallen, gewichten sich die Faktoren, die Sie beim Kauf und später bei der Zulassung beachten sollten.

 

Den passenden Oldtimer finden

 

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Unterstellmöglichkeiten vorhanden?

 

Damit der Oldtimer nicht an Wert verliert und seinen hoffentlich guten Zustand so lange wie möglich hält, sollte die Unterstellmöglichkeit einige Anforderungen erfüllen. Perfekt geeignet sind klimatisierte und gut durchlüftete, trockene Räume. So wird Kondenswasserbildung vorgebeugt, die zu Korrosion an Ihrem Oldtimer führen könnte.

 

Oldtimer-Kauf: Händler, Privatverkauf oder Auktion?

 

Sie interessieren sich für ein ganz spezielles Modell? Sehr gut, dann können das Internet nach genau diesem Modell durchforsten und verschiedene Angebote schon einmal grob miteinander vergleichen. Ohne eine persönliche Besichtigung geht es jedoch nicht, außer Sie beauftragen einen Fachmann (z. B. einen renommierten Oldtimer-Händler oder einen Sachverständigen) mit dem Kauf.

 

Beim Oldtimer-Kauf haben Sie exakt drei Möglichkeiten:

 

  1. Privatkauf
  2. Kauf beim Händler
  3. Kauf bei einer Auktion

 

Der Privatkauf kann für Sie ein Schnäppchen sein oder jedoch der berühmte Schuss in den Ofen – gleiches gilt für die Auktion. Beim Händler sind die Wagen zwar geringfügig teurer, dafür genießen Sie jedoch ein gewisses Maß an Sicherheit.

Seriöse Oldtimer-Händler leben von ihrem guten Ruf und handeln deshalb nur mit Wagen, die durch die eigene Qualitätssicherung gelaufen sind. Auch bestehende Mängel können gegebenenfalls schnell und unkompliziert nachgebessert werden.

Und noch einen Vorteil haben die Händler: Ist der Traumwagen gerade nicht verfügbar, können Händler über ihr großes Netzwerk an Kontakten schnell passende Oldtimer ausfindig machen – weit über die im eigenen Showroom ausgestellten Wagen hinaus.

 

 

 

Tipp: Achten Sie darauf, ob der Händler im Kaufvertrag tatsächlich als Händler auftritt oder “in Kommission” (als Vermittler) agiert. Fragen Sie in jedem Fall nach! Weil eine Mängeldokumentation bei Oldtimern meist sehr kompliziert ist, treten viele Händler nur als Vermittler in Erscheinung, wodurch der vermeintliche Händler-Deal zum Privatkauf wird. Abgesehen von arglistig verschwiegenen Mängeln ist der Veräußerer hierbei von der Gewährleistung befreit. Ein Händler muss hingegen bis zu zwei Jahre lang für etwaige Mängel am Oldtimer geradestehen, mindestens jedoch für ein Jahr.

 

Finanzielle Rücklagen vorhanden?

 

Oldtimer sind per Definition mindestens 30 Jahre alt und befinden sich weitgehend im Originalzustand. Ist dies nicht der Fall, wird es schwer, das Oldtimer-Gutachten zu bekommen, das für die Zulassung des Klassikers mit H-Kennzeichen notwendig ist.

So kann es aufgrund des Alters selbst bei top-gewarteten und frisch restaurierten Oldtimern zu Schäden kommen. Für den Werterhalt der Fahrzeuge ist eine zügige Reparatur angeraten – ohne eine gewisse finanzielle Rücklage geht es also nicht.

 

 

Oldtimer-Kauf Checkliste

 

1. Wieso soll der Oldtimer gekauft werden?

2. Habe ich eine passende Unterstellmöglichkeit für den Wagen?

3. Ist der Oldtimer-Händler seriös?

4. Sind finanzielle Rücklagen vorhanden?

 

 

Und nach dem Kauf?

 

Nach dem Kauf (oder am besten bereits vorab) sollten Sie sich überlegen, welches Kennzeichen Sie für Ihren neu erworbenen Klassiker beantragen wollen. Zur Wahl stehen das H-Kennzeichen, ein H-Saisonkennzeichen sowie das 07-Kennzeichen.

 

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