Rolls Royce Corniche 1986_Cabrio

Anfang der 1960er Jahre bot Rolls-Royce eine offene als auch eine zweitürige Version des Klassikers Silver Shadow an. Um die Coupés und Cabriolets prominenter zu platzieren, entschied man sich Anfang der 70er Jahre dazu, diesen Ableitungen der Limousine eine eigene Benennung zugutekommen zu lassen.

Die Wahl fiel auf einen französischen Ausdruck, der für Küsten- und Klippenstraßen am Mittelmeer steht: Corniche.

Die ersten „wahren“ Corniche-Modelle verließen noch im Jahr 1971 die Werkhallen. Die erste Generation war als Cabriolet-Viersitzer und als zweitüriges Coupé erhältlich. Während erstere noch bis 2002 gefertigt wurden, stellte man die Vermarktung der „zweitürigen Limousinen“ im Jahr 1981 ein.

Das Flaggschiff mit V8-Motor und 6,7 Liter Hubraum

Es waren also insbesondere die Cabriolets, die sich zu einem absoluten Rolls-Royce Klassiker entwickelten. Noch heute gehören die Wagen zu den meist gesuchten Modellen. Ähnliches gilt für die Schwestermodelle Bentley Corniche/Continental. In fünf Generationen (1971 bis 2002) wurden nur einige tausend Corniche-Exemplare gebaut.

Die Baureihe verfügt traditionell über einen V8-Motor samt 6,7 Liter Hubraum. Das letzte Flaggschiff, der Corniche V (2000 bis 2002) kommt mit einer Leistung von bis zu 329 PS (242 kW) daher.

  • Die Vorgänger des Corniche, also die Coupé- und Cabriolet-Versionen des Silver Shadow, wurden von Rolls-Royce offiziell als Two Door Saloon bezeichnet. Der Grund: Die Wagen konnten platzmäßig mit den viertürigen Rolls-Royce Saloons mithalten. Die Two Door Saloons wurden übrigens von Mulliner Park Ward (London) gefertigt.

 

1971–1987: der Corniche

Der erste Corniche wurde mit dem regulären V8-Motor des Hauses ausgestattet. Der Motorblock weist eine Aluminium-Silizium-Legierung, Aluminium-Zylinderköpfe und nasse, gusseiserne Zylinderlaufbuchsen auf.

Der Gesamthubraum von 6.750 cm³ ergibt sich aus 99,1 mm Hub und 104,1 mm Bohrung. Zunächst mit zwei SU-Vergasern ausgestattet, verfügte der Corniche ab dem Jahr 1975 über einen Solex-Vierfachvergaser. Ab 1980 verwendete man eine Bosch-Einspritzung.

Bei der Dreigangautomatik handelt es sich um eine Turbo Hydramatic 400 aus dem Hause General Motors. Das Fahrwerk weist eine rundum Einzelradaufhängung sowie Schraubenfedern an Vorder- und Hinterachse auf. Die automatische Niveauregulierung (unter der Lizenz von Citroen) galt zunächst für alle vier, später jedoch nur noch für die Hinterräder.

Alle Räder sind mit Scheibenbremsen ausgestattet und ab dem Jahr 1972 gab es den Corniche in innenbelüfteter Ausführung. Der Radstand betrug zunächst 3.042 mm und wurde im Jahr 1974 auf 3.048 mm sowie 1979 auf 3.061 mm ausgeweitet.

  • Vom Coupé (1971 bis 1982) wurden 1.108 Modelle, vom Cabriolet 3.239 Modelle gefertigt.

Rolls-Royce Corniche

Rolls Royce Corniche_Cabrio

Rolls-Royce Corniche Cockpit

Rolls Royce Corniche Cockpit

Die Folge einer umfassenden Modellpflege: der Corniche II (1988–1989)

 

Nachdem man das Fahrzeugmodell optisch und technisch überarbeitet hatte, erschien im Jahr 1988 der Corniche II. Anstelle von Chromstoßstangen kamen Einheiten aus Aluminium und Gummi zum Einsatz. Der Außenspiegel ist in Wagenfarbe designt. Auch der Kühler besteht aus Aluminium und ein autonomer Kühler ist für das Öl verantwortlich.

Airbags waren nicht lieferbar, jedoch gehört(e) ABS standardmäßig zur Serie. Des Weiteren erhielt der Corniche im Rahmen der Modellpflege neue Felgen, neue Sitze, ein überarbeitetes Armaturenbrett sowie neue Rückfahrleuchten, die neben dem hinteren Nummernschild angeordnet sind. Die auffälligste optische Aufbereitung ist aber immer noch der durchgehende Mitteltunnel.

  • Vom Rolls-Royce Corniche II wurden 1.226 Fahrzeuge produziert.

1989–1993: der Corniche III

Die dritte Version der britischen Legende wurde im Jahr 1989 der Öffentlichkeit vorgestellt. Und zwar auf der IAA in Frankfurt. Neben serienmäßigen Airbags wusste das Modell durch ein überarbeitetes Fahrwerk und durch ein retuschiertes Armaturenbrett sowie durch eine retuschierte Mittelkonsole zu überzeugen.

Außerdem sind die Stoßstangen nicht mehr in Schwarz, sondern in Wagenfarbe lackiert. Vom Corniche III gibt es 452 Stück.

 

Für mehr Fahrkomfort: der Corniche IV (1993–1995)

1993 stellte Rolls-Royce den Corniche IV vor. Dieser wurde, anders als seine Vorgänger, im Stammwerk in Crewe gefertigt. Die bis zu diesem Zeitpunkt von Rolls-Royce beauftragte Tochterfirma Mulliner Park Ward wurde nämlich geschlossen. Die auffälligsten Neuerungen des Cabriolets: Anstelle einer Plastikheckscheibe setzte man auf Glas und der Verdeckmechanismus wurde überarbeitet, sodass das manuelle Verriegeln entfällt.

Der Corniche IV wurde serienmäßig nicht nur mit einem Fahrer- und Beifahrerairbag, sondern auch mit einer Klimaautomatik (Fluorchlorkohlenwasserstoffe-frei) ausgestattet. Zudem erhielten die letzten 25 produzierten Fahrzeuge einen Turbomotor. Diese Ausführung ist offiziell als Corniche S bekannt.

  • Vom Corniche IV wurden 219 und vom >>Corniche S<< 25 Modelle verkauft.

Rolls-Royce Corniche

Rolls-Royce Corniche_Weinrot_Cabriolet_1978

Rolls-Royce Corniche

Rolls-Royce Corniche_1971

Die letzte Neuentwicklung vor der Übernahme durch BMW: der Corniche V (2000–2002)

Zu Beginn des Jahres 2000 stellte Rolls-Royce seine letzte Variante des Corniche-Cabriolets vor. Im Inneren schlummert eine turbogeladene Version des guten alten 6,8 Liter V8-Antriebs und äußerlich weist das Modell eine große Ähnlichkeit zum kurz zuvor vorgestellten Silver Seraph auf.

Und das, obwohl er nicht etwa auf diesem, sondern auf dem Bentley Continental R basiert. Der Neupreis für den Briten lag bei 360.000 US-Dollar. Es wurden lediglich 374 Stück produziert.

 

Die technischen Merkmale der Serie auf einen Blick

Wie bereits gezeigt, verfügen die Modelle in aller Regel über einen V8-Motor samt Aluminium-Silizium-Legierung. Der Gesamthubraum beträgt 6,7 Liter und nach der Bestückung mit zwei SU-Vergasern entschied man sich für Vierfachvergaser von Solex, ehe man diese wiederum durch die bewährte Bosch-Einspritzung ersetzte. Während die Dreigangautomatik aus dem Hause GM stammt, wurde die automatische Niveauregulierung unter der Lizenz von Citroen eingebaut.

Die Bremsanlage aus Scheibenbremsen war ab 1972 in einer belüfteten Variante erhältlich.

 

Die technischen Daten des Rolls-Royce Corniche V

  • Fahrzeugklasse: Leichtfahrzeug
  • Fahrzeugart: Cabrio/ Roadster
  • Motor: 8 Zylinder
  • Hubraum: 6.750 cm³
  • Leistung: 329 PS (242 kW)
  • Getriebe: Automatik
  • Maximalgewicht: 3.100 kg
  • Sitze: 4
  • Abmessungen: 5.405 mm Länge, 1.475 mm Höhe, 2.058 mm Breite

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