Daten der Daimler AG

Rechtsform: Aktiengesellschaft

Gründung: 1926

Sitz: Stuttgart, Deutschland

Mitarbeiter: 282.488 (Stand Dezember 2016)

Webseite: https://www.mercedes-benz.de

Nachdem sie im Jahr 1924 ihre Zusammenarbeit begonnen und immer weiter intensiviert hatten, fusionierten die Marken Mercedes und Benz im Jahr 1926 zu Mercedes-Benz. Zuvor noch konkurrierende Anbieter, entwickelte sich Mercedes-Benz zu einer der edelsten und verkaufsstärksten Automarken der Welt.

Mercedes-Benz 600 weiß
mercedes-benz1

Alles begann mit Mercedes UND Benz

Im Jahr 1877 entwickelte Karl Benz einen Zweitaktmotor – das Patent für den Viertakter war bereits an den Motorenhersteller Deutz vergeben. 1883 gründete Benz die „Benz & Co. Rheinische Gasmotoren-Fabrik“. Schon bald entwickelte der Ingenieur den Benz-Patent-Motorwagen Nummer 1. Dieser wurde 1886 der Öffentlichkeit präsentiert. Der Wagen gilt als das erste praxistaugliche Automobil mit Verbrennungsmotor.

 

Gottlieb Daimler gründete seine Versuchswerkstatt im Jahr 1882 und zwar nach seiner Zeit bei Deutz. 1890 wurde aus dieser Versuchswerkstatt die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG). Im Jahr 1886 präsentierte Daimler der Öffentlichkeit das erste vierrädrige Automobil samt schnelllaufendem Benzinmotor.

Den Namen Mercedes verdankt Daimler dem Geschäftsmann Emil Jellinek. Dieser nahm sehr erfolgreich an Rennveranstaltungen teil und zwar unter dem Pseudonym Mercedes – eine Anlehnung an den Vornamen seiner Tochter (Mercédès). Mit der Zeit wurde der Name Mercedes immer mehr mit der DMG in Zusammenhang gebracht. Deswegen entschied sich Daimler im Jahr 1900 dazu, sein neustes Motorenmodell „Daimler-Mercedes“ zu nennen.

Ein Jahr später fuhren die ersten Mercedes-Fahrzeuge bei der Rennwoche von Nizza. Der Bekanntheitsgrad stieg rasant an. Auch aus diesem Grund entschied sich die DMG im Jahr 1902 dazu, den Namen „Mercedes“ rechtlich schützen zu lassen. Im Jahr 1909 folgte die Einführung des berühmten Mercedes-Sterns als Markenzeichen – die Idee, den Stern zu nutzen, kam von Daimlers Söhnen – und ab 1910 prägte dieser die Kühler der Automobile. Wenn auch zunächst ohne umschließenden Ring.

 

Im Jahr 1926 folgte dann der Zusammenschluss der Daimler-Motoren-Gesellschaft mit der Benz & Co. Rheinische Gasmotoren-Fabrik – die Daimler-Benz AG entstand. Hieraus ergab sich der Markenname Mercedes-Benz. Dieser wurde im gleichen Jahr wie der Mercedes-Stern geschützt.

Der Weg zum modernen Automobil – der Mercedes-Simplex 18/28 PS

Der Mercedes-Simplex 18/28 PS wurde im Jahr 1904 lanciert und gilt als Nachfolgemodell des Mercedes 35 PS. Dieser war das erste Fahrzeug mit dem Namen Mercedes und markierte die Abkehr von der damals typischen Bauweise einer motorisierten Kutsche hin zum modernen Automobil. Der Name „Simplex“ sollte auf die für damalige Verhältnisse einfache Handhabung des Fahrzeugs bzw. der Fahrzeugserie hindeuten.

Bereits in den Jahren 1902 und 1903 dominierten die Mercedes-Simplex-Hochleistungssportwagen die Rennwoche von Nizza sowie weitere Rennveranstaltungen. Im Jahr 1903 gewann Camille Jenatzy im Mercedes-Simplex 60 PS das Gordon-Bennet-Rennen – das bedeutendste Motorsportereignis der damaligen Zeit. Beim Simplex 18/28 PS handelt es sich um das Einstiegsmodell der Simplex-Typenpalette. Die Konstruktionsprinzipien sind dieselben wie bei den leistungsstärkeren Schwestermodellen.

Mercedes-Benz 600 Landaulet 1972

Mercedes-Benz 600 Landaulet 1972

Benz 8_20 PS Roadster 1918

Benz 8_20 PS Roadster 1918

Mercedes-Benz 170V Cabrio 1938

Mercedes-Benz 170V Cabrio 1938

„BlitzenBenz“ – der hubraumstärkste Wagen aller Zeiten

1909 bringt die Benz & Co. Rheinische Gasmotoren-Fabrik den legendären „BlitzenBenz“ auf den Markt. Dieser wurde auf der Basis der Konstruktionsprinzipien des Benz Grand-Prix-Rennwagens von 1908 entwickelt. Der „BlitzenBenz“ wird vom hubraumstärksten Motor, der jemals in einem Benz-, Mercedes- und Mercedes-Benz-Rennwagen verbaut wird, angetrieben. Die gewaltige Konstruktion samt 21,5 Liter Hubraum und vier Zylinder leistet 200 PS bei 1.600/min.

Im Jahr 1909 stellt Victor Hémery mit dem Benz 200 PS einen europaweiten Geschwindigkeitsrekord (202,7 km/h) auf. Der „BlitzenBenz“ ist nicht nur das schnellste Automobil dieser Zeit, sondern er hängt auch jedes Flugzeug ab. Nachdem zwei Modelle nach Amerika verschifft werden, wo sie ebenfalls Geschwindigkeitsrekorde brechen, wird der Benz Rekordwagen auf der ganzen Welt als „Lightning Benz“ bekannt.

 

Eines der ersten gemeinsamen Modelle – der Mercedes-Benz SS

Eine der ersten Koproduktionen von Mercedes und Benz ist der Mercedes-Benz SS (Super-Sport). Der Nachfolger des erfolgreichen Typ S verfügt über 7,1 Liter Hubraum und einen Reihensechszylindermotor. Mit zugeschaltetem Kompressor erreicht das Fahrzeug 225 PS, ohne Kompressor beträgt die Leistung immerhin 170 PS. Trotz seiner Power handelt es sich bei dem SS nicht um einen reinen Rennsportwagen, sondern um einen alltagstauglichen Seriensportwagen.

Auch mit dem SS wurden zahlreiche Rennsiege eingefahren. Wie überlegen das Fahrzeug den anderen Modellen war, zeigt beispielsweise der Dreifachsieg von Rudolf Caracciola, Otto Merz und Christian Werner beim Großen Preis von Deutschland im Jahr 1928.

 

Mercedes-Benz: Leidenschaft Motorsport

In den 1930er Jahren erzielte Mercedes-Benz unter Alfred Neubauer große Erfolge im Motorsport. 1955 wurde das sportliche Engagement zunächst beendet. Der Grund war der bis heute schwerste Unfall der Automobilrennsportgeschichte. 84 Menschen verloren beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ihr Leben. Erst im Jahr 1988 stieg Mercedes-Benz wieder in den Rennsport ein. Zusammen mit McLaren bildete man im Jahr 1995 das Formel-1-Team McLaren-Mercedes. Seit dem Jahr 2010 ist Mercedes wieder als eigenständiges Team in der Königsklasse des Rennsports vertreten.

 

Der Mythos lebt

Auch in der PKW-Produktion bestimmte Mercedes-Benz stets den Ton. Man entwickelte zunächst Modelle der Ober- und Luxusklasse, wie etwa den Mercedes-Benz 170 V Cabriolet A (1936).

Während des II. Weltkriegs kam die Produktion zum Erliegen, sodass die PKWs erst ab 1947 wieder rollten. Durch diverse Fertigungsstätten im Ausland wurden die Stückzahlen der Vorkriegszeit aber schnell wieder erreicht und die Mercedes-Benz-Modelle wurden auf der ganzen Welt beliebt. Man denke nur an legendäre Wagen, wie den Mercedes-Benz 190 SL (1960) oder den Mercedes-Benz 600 (1965).

Während der 60er Jahre war der US-Markt der größte Auslandsmarkt von Mercedes-Benz. In Europa erhielt die Marke erst gegen Ende der 80er Jahre ernstzunehmende Konkurrenz und zwar durch BMW und Audi. Trotz der steigenden Konkurrenz behauptet sich Mercedes-Benz noch immer äußerst erfolgreich auf dem Weltmarkt. Im Jahr 2013 erzielte der Automobilhersteller mit 1.461.680 verkauften Autos einen Rekordabsatz.

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