Ford-Mustang-Coupé-1967_Oldtimer

Der Ford Mustang avancierte mit seinem Auftritt in James Bond: Goldfinger zu einem absoluten Kultobjekt. Die Amerikaner liebten ihn und für Europäer war er ein Synonym für die amerikanische Freiheit. Diese Symbolhaftigkeit wurde durch den Auftritt im Film Bullitt noch einmal verstärkt.

In dem Streifen aus dem Jahr 1968 absolvierte Steve McQueen die bis dato längste Verfolgungsjagd in der Filmgeschichte. Der Ford Mustang ist und war sogar so beliebt, dass eine ganze Fahrzeugklasse nach ihm benannt wurde: Die Pony Cars.

Es handelt sich um ein außergewöhnliches Auto, das einen besonderen Platz in der (Automobil-) Geschichte verdient hat.

Alles begann mit dem Mustang I (1964–1973)

Die erste Generation wurde im April 1964 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie basierte auf der Technik des Ford Falcon und war als Cabriolet sowie als Coupé erhältlich. Mit dem Modell wollte der Hersteller ein junges, sportliches Publikum ansprechen.

Und das gelang Ford auch: Bis Ende des ersten Modelljahres verkaufte man über 680.900 Einheiten – ein Rekord in der Geschichte der USA! Weder der Chevrolet Corvair (ab 1960), der ein sehr ähnliches Konzept aufwies, noch der kurz zuvor erschienene Plymouth Barracuda konnten dem Mustang in dieser Hinsicht das Wasser reichen.

Der große Erfolg des “kompakten Pferdes“ war u.a. auf eine raffinierte Werbekampagne zurückzuführen. Darüber hinaus bot man eine umfangreiche Liste an Ausstattungspaketen und Einzelextras an, mit denen Autoliebhaber ihren Mustang individualisieren konnten. Ob kleines Luxus-Coupé, “schlichtes“ Sechszylindermodell oder kräftiges Sportgerät mit V8-Motor – der Ford Mustang traf einfach jeden Geschmack!

  • Die ersten Mustang-Modelle hatten einen kleineren Kühlergrill als ihre unmittelbaren Nachfolger und waren mit dem 4,3-Liter-V8-Motor (260 Kubikzoll) des Ford Falcon ausgestattet. Ab September 1964 verwendete der Hersteller einen 4,7-Liter-V8-Motor (289 Kubikzoll). Es folgten die Modelljahre 1965, 1966 und der Shelby-Mustang 65/66.

 

Die Modelljahre 1967 – 1968: ein Herz für Amateure

Neben den Modelljahren 1967 und 1968 entwickelte Ford den Shelby Mustang 1967 – 1968. Anders als ihr Vorläufer war diese zweite Generation des Mustang I nicht länger auf den Rennsport ausgelegt, sondern sollte das Herz von “Amateuren“ höherschlagen lassen.

Der Shelby Mustang 1967 unterscheidet sich optisch sehr stark von den Serien-Modellen. Anstelle des Grilleinsatzes setzte man auf zwei mittige runde Zusatzscheinwerfer und die Motorhaube ist von Lufteinlässen und Verriegelungsstiften geprägt. Außerdem befinden sich Lufthutzen vor den Hinterrädern sowie an den mittlerweile wieder fensterlosen C-Säulen. Und die Heckleuchten des “herkömmlichen“ Mustangs sind breiteren Einheiten gewichen, wie es beim Mercury Cougar der Fall ist.

  • Der GT350 weist eine Power von 306 PS (225 kW) auf und ist mit einem 4,7-Liter-Motor ausgestattet. Der Shelby GT500 überzeugt wiederum durch eine satte Leistung von 355 PS (246 kW) und durch einen Jet-7-Liter-V8-Motor.

 

Im Modelljahr 1968 wurden die Shelbys mit einem größeren Kühlergrill sowie mit einer eigenständigen Frontpartie, Hutzen am vorderen Motorhauben-Rand und Zusatzscheinwerfern ausgestattet.

Man ersetzte die Cougar-Heckleuchten durch jene des 1965er Thunderbird und der GT350 (340 PS bzw. 250 kW oder 325 PS bzw. 239 kW), der GT500 (360 PS bzw. 265 kW) sowie der GT500KR (400 PS bzw. 294 kW) waren als Fastback und als Cabriolet erhältlich.

  • Gut zu wissen: Der Shelby GT500 “spielte eine Rolle“ im Blockbuster Nur noch 60 Sekunden. Hier bekam er den Namen Eleanor und aufgrund der hohen Nachfrage nach Replikaten baute das Unternehmen >>Unique Performance<< das Modell auf der Basis von gebrauchten Mustang Fastbacks in Kleinserie nach. Der ehemalige Rennfahrer und Konstrukteur Carroll Shelby unterstützte dieses einzigartige Projekt, weshalb die entsprechenden Modelle auch als Shelby GT500E bekannt sind. Das “E“ in dem Namen steht für Eleanor. Das Basismodell leistet 325 PS (239 kW).

 

Die Modelljahre 1969 – `70

Die dritte Version fällt etwas länger und breiter aus als ihre Vorgänger. Das Design ist allgemein dasselbe, wurde jedoch in gewissen Aspekten angepasst bzw. überarbeitet. So verbaute man in dem Modell `69 Doppelscheinwerfer, die äußeren Lichter sind in tiefe Höhlen in den Kotflügelspitzen eingearbeitet und die Fernlicht-Scheinwerfer sitzen im Kühlergrill.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die nach hinten zeigenden Hutzen vor den Hinterrädern. Diese entfallen bei dem Fließheck-Coupé namens Sportsroof sogar vollständig. Stattdessen ist der `69er Sportsroof an den Kotflügelflanken mit Lufteinlässen ausgestattet und zwar auf Höhe der Türgriffe.

Vollkommen neu im Programm war die Luxusversion des Stufenheck-Coupés namens Mustang Grandé. Dieser verfügt serienmäßig über ein Vinyldach und über ein spezielles Armaturenbrett mit Holzfolie sowie über weitere besondere Ausstattungsmerkmale.

  • Ebenfalls neu waren der Mustang Mach I (5,8-, 6,4- oder 7-Liter-V8-Motor; ausschließlich als Sportsroof erhältlich), der Mustang Boss 302 (Hochleistungs-5-Liter-V8-Motor) und der Mustang Boss 429 (7-Liter-V8-Motor). Es folgten das Modelljahr 1970 und der Shelby Mustang 1969 – 1970.

Ford Mustang Fastback Coupé 1965

Ford Mustang Fastback Coupé 1965

Ford Mustang Oldtimer

1965

Ford Mustang Oldtimer 1965

Ford Mustang Coupé

1967

Ford Mustang Coupé 1967

Kleinere Glasflächen, wuchtigere Karosserie – die Modelljahre 1971 – 1973

Die vierte Version des ersten Mustangs ist von einem starken Wachstum in sämtlichen Dimensionen geprägt. Während die Glasflächen kleiner ausfallen, ist die Karosserie wesentlich wuchtiger gestaltet. Man bot ein Schrägheck-Coupé (Sportsroof) sowie ein Stufenheck-Coupé in einer Basis und einer Grandé-Ausführung als auch ein Cabriolet an.

Allerdings stießen die Änderungen längst nicht bei jedem Autoliebhaber auf Verständnis, sodass die Stückzahlen früherer Modelle nicht erreicht werden konnten.

  • Diese Generation von Mustang feierte in James Bond: Diamantenfieber ihren großen Auftritt.

Die Grundmotorisierung war nicht länger ein 3,3-Liter-Motor, sondern ein 4,1-Liter-Reihensechszylinder. Außerdem wurde die Leistung des 4,9-Liter-Motors auf 210 PS (154 kW) reduziert und der im Jahr 1969 eingeführte 5,8-Liter-Motor war mit 240 PS (176 kW) sowie mit 285 PS (210 kW) erhältlich.

Die Leistung des Cobra-Jet-Siebenliter-Motors betrug wiederum 370 PS (272 kW) oder 375 PS (276 kW). Außerdem ersetzte der Boss 351 den Boss 429 und den Boss 302. Sein Motor hat eine Power von 330 PS (243 kW).

  • Es folgten die Modelljahre 1972 und 1973.

 

Zurück zu alten Maßen – der Mustang II (1973 – 1978)

Mit dem Mustang II als Stufen- und Fließheck-Coupé wollte Ford an die alten Erfolge anknüpfen. Das Modell basiert auf dem Ford Pinto und war mit einem Vier- (2,3 Liter) bzw. Sechszylindermotor (2,8 Liter) erhältlich. Der Mustang II ist 12 cm schmaler und ganze 35 cm kürzer als sein direkter Vorgänger.

Je nach Ausführung weist er zudem ein 50 bis 150 kg leichteres Gewicht auf. Er war in einer Basis- und in einer Ghia-Version (Stufenheck) sowie in einer Grund- und einer sportlichen Mach-I-Version (Fließheck) erhältlich.

 

Für mehr Power

Ab dem Jahr 1975 war der Mustang II gegen Aufpreis auch mit einem V8-Aggregat (4,9 Liter; 124 PS bzw. 91 kW) lieferbar. Neben diversen kleinen Änderungen wurde das Ghia-Stufenheck mit einer geänderten Sachlinie samt breiterer C-Säule versehen.

 

Für mehr Sportlichkeit – das Modelljahr 1976

In diesem Jahr bot Ford dem leidenschaftlichen Autoliebhaber die Möglichkeit, seinen Mustang mit einem Stallion-Paket auszustatten. Dieses umfasste nicht nur ein Sportfahrwerk, sondern zudem Sportaußenrückspiegel, Sportstahlfelgen und eine Sonderlackierung (Silber/ Schwarz).

Außerdem stellte der Hersteller das Cobra-II-Paket zur Verfügung. Dieses war allerdings nur für das Fließheck-Coupé erhältlich. Durch dieses Ausstattungspaket erhielt der Mustang einen mattschwarzen Kühlergrill und wuchtige Spoiler. Außerdem enthielt das Designpaket Zierstreifen längs über die Motorhaube, das Heck und das Dach als auch Plastiklamellen-Einsätze über den hinteren Seitenscheiben. Die Leistung des V8-Aggregats betrug nunmehr 134 PS (99 kW).

 

Die Modelljahre 1977 und `78

Mit der 1977er` Version ging eine allgemein etwas reduzierte Motorleistung einher. Der V8 trumpfte allerdings mit 141 PS (104 kW) auf. Ford bot außerdem ein T-Roof für das Fließheck-Coupé an. Dieses verfügt über zwei herausnehmbare Glasdachflächen.

Im darauffolgenden Jahr wurde der Mustang hauptsächlich durch neu erhältliche Lackfarben ergänzt. Zudem kam zu Beginn des Jahres ein sportliches Sondermodell namens Mustang King Cobra auf den Markt. Es kam mit Heckspoiler, Spoilerschürze, hinteren Kotflügelverbreiterungen und Alufelgen daher.

  • Vom Mustang II wurden innerhalb von fünf Jahren 1,1 Millionen Stück gefertigt.
Ford Mustang_Classic Car_Vintage Car_Oldtimer

1979 – 1993: Mustang, der Dritte

Die dritte Modellgeneration basiert auf dem Ford Fairmont, oder besser: auf dessen Fox-Plattform. Der Mustang III war als dreitüriges Schrägheck-Coupé und als zweitüriges Stufenheck-Coupé erhältlich. Ab dem Jahr 1983 folgte ein Cabriolet und mit dem Mercury Capri stellte der Hersteller ein luxuriöses Schwestermodell vor.

 

Happy Birthday, Mustang!

Zum 30. Geburtstag des “kompakten Pferdes“ im Jahr 1994 führte Ford den Mustang IV ein und zwar als zweitüriges Coupé sowie als Cabriolet in einer Basis-, einer GT- und einer Cobra-Version.

Diese neue Generation (bis 2004 gebaut) basiert auf einer modernen Version der Fox-Plattform und ist mit einer hinteren Starrachse ausgestattet. Die Leistung des Basis-Modells beträgt 147 PS (108 kW), die des GT 218 PS (160 kW). Ersteres ist mit einem 3,8-Liter-V6- und letzterer mit einem 5-Liter-V8-Motor ausgerüstet.

 

2004 – 2014: mit dem Mustang V back to the roots

Im Januar 2004 stellte Ford seinen neuen Mustang im Retro-Design vor. Die Karosserie ist dem Modell der späten 60er Jahre nachempfunden. Die Produktion unterlag aber nicht länger Ford selbst, sondern der Hersteller beauftragte die AutoAlliance International mit der Fertigung. Für Europa war keine offizielle Version erhältlich. Dennoch boten einige Importeure den Mustang an.

 

Einmal Mustang, immer Mustang – der Mustang VI

Der Mustang VI ist seit Ende 2014 auf dem US-Markt erhältlich und wurde im Sommer des Folgejahres auch in Deutschland eingeführt. Genau wie sein Vorgänger ist der Wagen als Cabriolet und als Coupé erhältlich. Zudem gibt es eine weitere Ausführung: das Modelljahr 2017.

 

Ein Dankeschön an die Fans – der Mustang Bullitt

Wie bereits erwähnt, erlangte der Ford Mustang auch dank seinem Auftritt in dem Film Bullitt aus dem Jahr 1968 eine große Aufmerksamkeit. Folglich war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Sondermodell erscheinen würde. Der Mustang Bullitt basiert auf dem Mustang GT und erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt.

  • Mit dem Ford Mustang Bullitt 2 (2008) und einer Version zum 50-jährigen Jubiläum des Films brachte Ford zwei weitere Sondermodelle auf den Markt.

 

Der Ford Mustang I (1. Generation) in der Übersicht

 

  • Fahrzeugklasse: Sportwagen
  • Fahrzeugart: Coupé, Cabriolet
  • Motor: Ottomotoren (2,8 – 4,7 Liter)
  • Leistung: 120 – 320 PS (74 – 199 kW)
  • Leergewicht: 1.109 – 1.200 kg
  • Abmessungen (Länge x Breite x Höhe): 4.613 x 1.735 x 1.344 mm

 

 

Bildquelle

https://stock.adobe.com/de/images/ford-mustang-1966/107084858

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