Daten Fiat S.p.A

Rechtsform: Società per Azioni

Gründung: 11. Juli 1899

Sitz: Turin, Piemont, Italien

Mitarbeiter: 225.587 (Stand 2013)

Webseite:https://www.fiat.de/ 

Fiat steht für „Fabbrica Italiana Automobili Torino“ (im Deutschen: Italienische Automobilfabrik Turin). Das Unternehmen ist ein Sportwagen-, Limousinen-, Van-, Lkw- und Kleintransporter-Hersteller, der sich auch dem Vertrieb von Automobilen widmet. Fiat wurde im Jahr 1899 gegründet und zwar von neun Unternehmern. Zu diesen gehörte auch Giovanni Agnelli (Senior), der spätere Präsident der Firma.

Fiat Dino 2400 Coupé silber
Fiat 1500 Cabrio hellbau

Der erste Fiat: der 3 ½ HP

Giovanni Agnelli Senior war der Großvater von Gianni Agnelli. Unter diesem wurde Fiat ab 1966 zu einer europaweit bekannten und geschätzten Marke. Das erste Fiat-Modell war der 3 ½ HP. Von diesem wurden etwa 20 Exemplare gebaut, ehe er im Jahr 1900 durch den 6/8 HP abgelöst wurde. Im Jahr 1901 leitete man aus diesem Modell wiederum den 8 HP ab und 1903 wurde der 12 HP der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Jahr begann Fiat auch damit, nach England und Frankreich sowie in die USA zu exportieren.

1905 übernahm man die Ansaldi-Werke und fusionierte diese mit dem Unternehmen zu Fiat-Ansaldi, woraus wiederum die Brevetti-Fiat-Gesellschaft hervorging. Zwischen den Jahren 1905 und 1912 baute man das berühmte Brevetti-Modell, eine Landaulette mit 20 PS und 3 Liter Hubraum. Das Modell wurde ganze 1.600-mal verkauft.

 

Fiat lässt der Konkurrenz keine Chance

In Europa wurde der Motorsport zu dieser Zeit immer mehr von der Luftfahrt verdrängt. In den USA blieb der neue Sport hingegen weiter populär. Aus diesem Grund ging Fiat im Jahr 1911 mit drei S 74 beim Großen Preis von Amerika ins Rennen. Die roten Fiats mit ihren 190 PS und 14 Liter Hubraum dominierten das Event und ließen der Konkurrenz keine Chance.

 

Die Normierung in Form des Modells 501

Im Jahr 1912 begann man mit der Großserienproduktion des Fiat Zero. Hierbei handelt es sich um eine Voiturette, sprich: einen Kleinwagen mit einem Hubraum unter 2 Liter. Das Modell war in zwei unterschiedlichen Karosserieformen (Spider und Torpedo) erhältlich. Fiat stellte insgesamt 2.000 Exemplare her.

Im Jahr 1914 entwickelte man den S 57/ 14 und zwar eigens für den Grand Prix von Frankreich. Der S 57/ 14 kam mit einem 4,5-Liter-Hubraum und 135 PS daher. Er dominierte nicht nur beim Grand Prix von Frankreich, sondern erzielte noch bis 1921 große Erfolge bei verschiedenen Autorennen.

Ab 1919 trieb man bei Fiat die Rationalisierung der Produktion voran und zwar durch die Normierung in Form des Modells 501. Bei diesem Auto reduzierte man die Menge der Stahlrohre um ganze 70 Prozent und die Zahl der Kugellager wurde von mehreren hundert auf 52 herabgesetzt. Die Produktion, der Transport und die Lagerhaltung wurden außerdem vereinfacht, indem man nicht mehr länger über 1.000 verschiedene Metallrohrtypen, sondern ab sofort nur noch 36 verschiedene Typen verwendete. Der Fiat 501 wurde als Torpedo, Spider und Limousine hergestellt. Die Leistung belief sich auf 23 PS, der Hubraum betrug 1.500 cm³. Das Auto wurde bis 1926 rund 45.000-mal gebaut. Der 501er war nicht nur ein Exportschlager, sondern die Sportversion erzielte ab 1920 auch den einen oder anderen Erfolg bei Rennveranstaltungen.

Solche Erfolge wurden auch mit dem Modell 801 eingefahren. Im Jahr 1922 folgte der Superfiat. In diesem Jahr wurde auch der legendäre Monza Eni Circuit eingeweiht. Für dieses Rennen entwickelte Fiat den Rennwagen 804. Dieser entsprach der neuen Zwei-Liter-Rennformel und feierte ebenfalls diverse Rennerfolge. Das Nachfolgemodell des 804 ist der Fiat 805.

  • Übrigens: 1924 stellte Ernest Eldridge mit einem umgebauten SB4 (1908) namens Fiat Mefistofele einen Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge auf. Dieser Rekord bestand in einem Tempo von 234,980 km/h.

FIAT 500 Topolino 1939

FIAT 500 Topolino 1939_Innenraum

FIAT 500 Topolino 1939_Front

Anfang der 1970er: Fiat ist der größte Automobilkonzern Europas

Die Modelle 128 und 127 wurden 1970 und 1972 zu „Europas Auto des Jahres“ gekürt. Zu dieser Zeit errichtete Fiat Werke in Brasilien und Argentinien. Zudem entschied man sich dazu, Kooperationen mit Saab, Peugeot und Alfa Romeo einzugehen. Auch die Kooperation mit Ferrari wurde intensiviert.

Zu Beginn dieses Jahrzehnts baute und verkaufte Fiat mehr Autos als VW und zwar nicht nur in Europa, sondern weltweit. Somit war Fiat in den ersten Jahren der 70er der größte Automobilkonzern Europas.

 

Die Konkurrenz wächst

Ab Mitte der 70er wurde die Konkurrenz allerdings immer größer, sodass die besonders breite Produktpalette des Herstellers in Bedrängnis geriet. Griff man früher beinahe selbstverständlich noch auf ein Modell von Fiat zurück, standen in Ländern, wie Deutschland und Frankreich nun nationale Alternativen zur Auswahl. Und so kam es, dass der 132er nicht an den Erfolg des 125er und der Ritmo nicht an den Erfolg des Fiat 128 anschließen konnte.

1986 verkaufte der Staat Libyen seinen 15-prozentigen Anteil an dem Unternehmen an die Agnelli-Familie sowie an die Deutsche Bank.

Fiat stand also zunehmend unter Druck. Deswegen modernisierte man in den 80ern das Karosseriedesign. So etwa beim minimalistischen Panda und beim Uno. Es folgte der Fiat Tipo.

Im Croma (1987) verbaute Fiat als erster Hersteller überhaupt einen Diesel-Direkteinspritzmotor in einem PKW. Jedoch vermarktete Fiat diese Innovation nie als solche, sodass man sich Vorwürfe machen musste, als in den 90ern die nächsten Hersteller auf diese Motorengeneration umstiegen.

Auch der Fiat Marea war eine Revolution. Und zwar handelte es sich um den ersten Wagen samt Common-Rail-Dieselmotor. Da Fiat auch hier nicht auf die entsprechenden Werbemaßnahmen setzte, stiegen andere Hersteller schnell auf diese Technologie um, ohne, dass Fiat als Erfinder dieses neuen Standards galt.

Zu jener Zeit war es beim italienischen Automobilhersteller aus Turin üblich, dass jedes Modell einen komplett neuen Namen erhielt. Das heißt: Im krassen Gegensatz zu vorherigen Zeiten trug kein Modell den Namen seines Vorgängers und zwar völlig unabhängig davon, wie erfolgreich das Vorläufermodell auch gewesen sein mochte. So folgte auf den Uno der Punto und der Seicento ersetzte den Cinquecento.

 

Fiat seit der Jahrtausendwende

Mit dem Fiat Tempra und seinen Nachfolgern Bravo/ Brava sowie Marea konnte das Unternehmen keine großen Erfolge verzeichnen. Der Multipla und die Barchetta konnten sich zwar in Nischen behaupten, große Erfolge feierte man aber erst wieder im Jahr 2007 und zwar mit dem neuen Fiat 500 sowie mit dem neuen Fiat Panda.

Es folgte der Fiat Doblò. Dieser wird auch als Opel Combo D angeboten. Im Jahr 2013 stellte man das erste Elektroauto der Firma vor, den Fiat 500e electric.

 

Die „Italienische Automobilfabrik Turin“ in Deutschland

Fiat exportiert seit Anfang des 20. Jahrhunderts nach Deutschland. Aufgrund des großen Verkaufserfolgs hierzulande gründete das Unternehmen im Jahr 1922 die >>Deutsche Fiat Automobil-Verkaufs-Aktiengesellschaft<<. Außerdem produzierte man schon bald Fahrzeuge in Deutschland. Die innerdeutsche Produktion endete jedoch im Jahr 1973 und heute sind nur noch einige wenige wichtige Abteilungen des italienischen Autoherstellers in Heilbronn präsent. Nachdem Heilbronn ab 1929 der Hauptniederlassungsort von Fiat in Deutschland war – zuvor war Berlin der Hauptsitz -, verlegte man die Deutschlandniederlassung erst im Jahr 2007 nach Frankfurt.

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